Neue Rohstoffroute durch Afrika
Lobito-Korridor kann Versorgungssicherheit stärken
Foto: donvictori0 - Fotolia.comFür viele Unternehmen in der Region, insbesondere aus dem Maschinenbau, der Elektrotechnik und anderen industriellen Branchen, sind kritische Rohstoffe ein wichtiger Faktor – etwa wenn es um Produktion und Innovationen geht. „Der Lobito-Korridor würde ihnen direktere und politisch weniger riskante Lieferketten ermöglichen“, sagt Martin Fahling, Bereichsleiter International und internationale Fachkräfte bei der IHK Reutlingen. Neue Transport- und Handelsrouten tragen dazu bei, Abhängigkeiten zu reduzieren und die Versorgungssicherheit zu erhöhen.
Verschiedene Aspekte mitbetrachten
Ebenfalls ein positiver Effekt: Entlang solcher Infrastrukturprojekte ergeben sich häufig neue Geschäftsmöglichkeiten, beispielsweise in den Bereichen Logistik, Anlagenbau, Energie oder Umwelttechnik. „Wirtschaftliche Entwicklung und verantwortungsvolle Lieferketten müssen allerdings zusammen gedacht werden“, so Fahling. „Transparente Rahmenbedingungen sowie die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards sind wichtige Voraussetzungen für langfristig tragfähige Partnerschaften.“
Über den Lobito-Korridor
Der Lobito-Korridor verbindet die Rohstoffregionen in der Demokratischen Republik Kongo und Sambia mit dem Atlantikhafen Lobito in Angola. Das Projekt ist Teil der europäischen Initiative „Global Gateway“ und soll den Transport kritischer Rohstoffe wie Kupfer, Kobalt, Lithium und Seltenen Erden erleichtern. Die IHK Reutlingen unterstützt Unternehmen durch Beratung, Informationsveranstaltungen und Netzwerken dabei, internationale Märkte zu erschließen und neue Lieferketten aufzubauen.
