Informationsveranstaltung zum Krieg im Nahen Osten am 10. März
Lieferketten anpassen
Foto: Emanuele Mazzoni/Fotolia.com„Vor allem die produzierenden Unternehmen in unserer Region sind auf weltweit funktionierende Lieferketten angewiesen“, berichtet Epp. Sie importieren aus der Golfregion hauptsächlich Metalle, Metallerzeugnisse und chemische Grundstoffe. Die Sperrung der Straße von Hormus und dem Luftraum in der Golfregion sorgt aktuell dafür, dass die Warenströme nicht mehr zuverlässig fließen. Das kann zu Produktionsausfällen führen, wenn benötigte Bauteile oder Vorprodukte nicht rechtzeitig ankommen. „Gleichzeitig haben wir in der Region exportstarke Unternehmen, die einen beträchtlichen Teil ihrer Warenströme über die Golfregion abwickeln“, sagt Epp. Die Exporte, die aus der Region Neckar-Alb in die Golf-Region fließen, lagen im Jahr 2024 bei 268 Millionen Euro, umgekehrt wurden Waren im Wert von rund 87 Millionen Euro in die Region Neckar-Alb von dort importiert.
„Betroffene Unternehmen sollten sich Alternativrouten suchen, auch wenn sich dadurch Lieferzeiten verlängern und die Transportkosten steigen“, empfiehlt Martin Fahling, Bereichsleiter International und Internationale Fachkräfte. Im Moment müsse es darum gehen, den Warenverkehr aufrechtzuerhalten. „Solange nicht abzusehen ist, wie lange die Blockaden dauern, ist das kurzfristig die beste Lösung.“
Online-Veranstaltung für betroffene Betriebe
Die IHK Reutlingen hat kurzfristig eine Online-Veranstaltung für betroffene Unternehmen organisiert. Fachleute von den Auslandshandelskammern in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel sowie von der Deutschen Industrie- und Handelskammer nehmen eine politische und wirtschaftliche Einordnung vor. Sie zeigen die Auswirkungen auf Handel, Projekte und Investitionen und geben eine Einschätzung, mit welchen Risiken Unternehmen jetzt rechnen müssen. Im Anschluss können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer direkt ihre Fragen stellen. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 10. März, 16 bis 17 Uhr, via Microsoft-Teams statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Zugangsdaten gibt es auf www.ihkrt.de/iran.
Geschäftsbeziehungen in den Iran
Die Geschäftsbeziehungen regionaler Unternehmen in den Iran selbst sind eher gering. Etwa 100 Unternehmen aus der Region unterhalten aktuell Geschäftsbeziehungen in den Iran. Davon exportieren 58 Betriebe ihre Waren und Dienstleistungen, lediglich ein Unternehmen importiert Waren aus dem Iran. Zwei Unternehmen haben dort eine eigene Niederlassung. 35 Betriebe haben einen Auslandsvertreter vor Ort, ein Unternehmen pflegt eine Kooperation mit einem dortigen Unternehmen. Aufgrund der politischen Entwicklungen der letzten Monate ruhen viele der Geschäftsbeziehungen.
Zugangsdaten zur Informationsveranstaltung „Aktuelle Lage im Nahen Osten – Auswirkungen & Einordnung für Unternehmen“:
Dienstag, 10.03.2026
16:00–17:00 Uhr
Virtuell via Microsoft Teams
https://teams.microsoft.com/meet/37047273575335?p=c2vyuK5jE3yHsMlw5J
Besprechungs-ID: 370 472 735 753 35
Passcode: fS9ho6Wn
