Aktuelle Energiewende-Politik

Kosten von 5,4 Billionen Euro

Die Energiewende in ihrer aktuellen Ausgestaltung führt langfristig zu massiven Kostenbelastungen für Unternehmen und Haushalte, die mit der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland nur schwer vereinbar sind. Das geht aus der Studie "Neue Wege für die Energiewende ('Plan B')" hervor.

Kosten von 5,4 Billionen EuroGrafik: Lidiia Shapoval - stock.adobe.com

Die aktuelle Ausrichtung der Energiewende würde laut einer von der DIHK beauftragten Studie Kosten von bis zu 5,4 Billionen Euro bis 2049 verursachen. Allein die Energiesystemkosten – darunter Investitionen, Netzkosten, Energieimporte und Betriebskosten – summieren sich auf 4,8 bis 5,4 Billionen Euro. Zum Vergleich: Die gesamten privaten Investitionen in Deutschland lagen 2024 bei 770 Milliarden Euro. Für die Energiewende müssten diese künftig um 15 bis 41 Prozent steigen.

Konkret würden die jährlichen privaten Investitionen von derzeit rund 82 Milliarden Euro bis 2035 auf 113 bis 316 Milliarden Euro anwachsen. Hinzu kommen enorme Kosten für Energieimporte (2,0 bis 2,3 Billionen Euro) sowie Netze und Erzeugungsanlagen (rund 1,7 Billionen Euro).

Die Studie „Plan B“ von Frontier Economics zeigt Alternativen auf: Ein umfassender CO₂-Zertifikatehandel, technologieoffene Lösungen, die Nutzung bestehender Gasnetze für Wasserstoff sowie weniger Regulierung könnten die Gesamtkosten bis 2050 um 530 bis 910 Milliarden Euro senken. Mit internationaler Kooperation und zeitlicher Flexibilität sind Einsparungen von über 1 Billion Euro möglich. 

Mehr dazu bei der  DIHK.

Dr. Elisabeth Musch

Dr. Elisabeth Musch

Innovation und Umwelt
IHK-Zentrale
Position: Projektmanagerin Green Deal
Schwerpunkte: Institut für Nachhaltiges Wirtschaften (INaWi), Green Deal, Nachhaltigkeit, IHK-Netzwerk Umwelt, Enterprise Europe Network, Verpackungsgesetz, REACH, RoHS, Produktsicherheit, CE-Kennzeichnung
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