IHK-Vizepräsidentin in Brüssel
Innovationen fördern, Bürokratie abbauen
Foto: photoreportages.beBeim EPdU übernehmen Wirtschaftsvertreterinnen und -vertreter für einen Tag in einer simulierten Plenarsitzung die Rolle von Abgeordneten. Sie diskutieren mit Vertreterinnen und Vertretern der EU-Kommission und des Europäischen Parlaments über die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Europa – und platzieren ihre Anliegen direkt dort, wo entschieden wird.
Im globalen Standortwettbewerb gerät Europa zunehmend ins Hintertreffen. Hohe Energiepreise, überbordende Bürokratie und Hemmnisse im Binnenmarkt schwächen die Wettbewerbsfähigkeit. „Wir müssen innovative Unternehmen fördern und dürfen sie nicht mit Regulierungen lähmen - weniger Gesetze, mehr Vertrauen“, zieht Lucia Schmid Bilanz. „Nur so gewinnen wir wieder an wirtschaftlicher Schlagkraft.“
Vor allem die Vielzahl an Normen und Regelungen auf europäischer Ebene birgt die Gefahr, dass die EU als Bürokratie-Maschine und nicht mehr als Friedens- und Wohlstandsprojekt wahrgenommen wird. Schmid: „Wir brauchen grundlegende Reformen, die nah an der betrieblichen Praxis sind und unternehmerisches Denken erfordern – sonst können wir dem Wettbewerb nicht standhalten.“
