IHK-Umfrage zu Security und Defense in der Region
Industrie stellt sich um
Foto: Synthex - stock.adobe.comDen Befund liefert eine Sonderauswertung der jüngsten IHK-Konjunkturumfrage. Ausgewertet wurden regional die Antworten von 142 Betrieben aus dem verarbeitenden Gewerbe. „Die Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft hat mit dem russischen Angriff auf die Ukraine deutlich an Bedeutung gewonnen, zugleich sorgt der Nachfragerückgang in anderen Industriebereichen dafür, dass Firmen sich neu orientieren müssen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Epp. Die Umfrageergebnisse überraschen Epp nicht. Veranstaltungen zum Markteintritt im Bereich von Security und Defense sowie zum Geschäft mit der Bundeswehr waren in den letzten Monaten bei den IHKs landesweit stets sehr gut besucht. „Gerade für Unternehmer aus der Zulieferindustrie ergeben sich hier Chancen.“
Die IHK-Umfrage zeigt zudem, dass 3 Prozent der befragten Firmen aus dem verarbeitenden Gewerbe schon heute militärische Produkte herstellen, weitere 6 Prozent stellen Dual-Use-Produkte her, also solche, die sowohl zivil wie militärisch genutzt werden. Noch einmal 13 Prozent haben geantwortet, dass sie Lieferanten für militärische oder Dual-Use-Produkte sind. „Als Region sind wir kein klassischer Standort der Verteidigungsindustrie, es hat jedoch schon immer Betriebe gegeben, die Teile oder Komponenten geliefert haben. Das hat in der breiteren Wahrnehmung selten eine Rolle gespielt und ist oft nicht das Kerngeschäft dieser Unternehmen“, so Wolfgang Epp. Die IHK hat einen Arbeitskreis Sicherheit und Verteidigungswirtschaft eingerichtet. Dort vernetzen sich Betriebe aus dem Branchenumfeld und tauschen sich aus.
