Karriere mit Lehre
IHK zeigt Erfolgsgeschichten
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Stehen beispielhaft für die "Karriere mit Lehre": Markus Reisch, Peter Joneitis und Sven Döbler (von links). Markus Reisch, Kemmlit-Bauelemente GmbH in Dußlingen
Markus Reisch, 42, leitet die Kemmlit-Bauelemente GmbH in Dußlingen und damit 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit knapp 10 Jahren ist er dort Geschäftsführer. Er absolvierte zunächst bei Kemmlit eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Sein mittelfristiger Plan war: „Ich wollte nach der Ausbildung in Vollzeit studieren.“ Doch die Aussicht auf eine Führungsposition bei Kemmlit ließ ihn umschwenken. Er blieb im Unternehmen, studierte berufsbegleitend Betriebswirtschaftslehre. Es folgte die Position als Einkaufsleiter, schließlich als kaufmännischer Leiter. Rückblickend würde er alles genauso wieder machen. Die duale Ausbildung biete drei Vorteile: „Alles, was man lernt, bekommt gleich einen praktischen Bezug.“ Dazu komme, dass man als Azubi viele verschiedene Abteilungen durchläuft, überall mitarbeitet, alles über das Unternehmen weiß. „Wenn man das im eigenen Unternehmen gemacht hat, hat man ein tiefes Verständnis von den Vorgängen.“ Und: Azubis lernen Zeitmanagement, Disziplin und Prioritäten zu setzen. „Man lernt, mit Mehrfachbelastungen umzugehen und sich selbst zu organisieren.“
Peter Joneitis, Otto Bitzer GmbH in Albstadt
Das Ziel von Peter Joneitis, 42, war von Anfang an klar: irgendwann das Familienunternehmen übernehmen. Ins Berufsleben stieg er nach der Mittleren Reife allerdings bei der Assa Abloy Sicherheitstechnik GmbH ein – als Auszubildender zum Industriemechaniker mit der Fachrichtung Geräte und Feinwerktechnik. „Heute handele ich mit den Produkten, die ich in der Ausbildung eingesetzt habe“, sagt der Geschäftsführer der Otto Bitzer GmbH in Albstadt. Nach seiner Lehre arbeitete Joneitis bei Assa Abloy in der CNC-Abteilung, wurde Schichtführer. Berufsbegleitend bildete er sich zum Maschinenbautechniker weiter. Es folgten bei Assa Abloy berufliche Stationen in den USA und Berlin, ein dreijähriges Talenteprogramm und schließlich der Aufstieg zum Abteilungsleiter mit 15 Mitarbeitern. Vor zehn Jahren wechselte Joneitis ins Familienunternehmen, arbeitete an der Basis mit und stieg drei Jahre später in die Geschäftsführung ein. „Wenn man die Ausbildung in einem anderen Unternehmen gemacht hat, weiß man, wie es woanders läuft. Und man kann sich überlegen: Was kann ich auf mein Unternehmen übertragen?“ Für ihn stand aber bei allen beruflichen Stationen im Vordergrund: „Ich muss mich wohlfühlen und das, was ich mache, gerne machen.“
Sven Döbler, RSU GmbH in St. Johann
Sven Döbler, 37, ist heute Geschäftsführer bei der RSU GmbH in St. Johann. Sein Start ins Berufsleben verlief nicht, wie er es sich gewünscht hätte. Die Suche nach einem Ausbildungsplatz gestaltete sich mit Hauptschulabschluss als schwierig. Mit dem Abschluss der Lehre zum Kaufmann im Einzelhandel erhielt er die Mittlere Reife und nutzte seine Chance. Er wechselte zu RSU und absolvierte dort eine zweite verkürzte Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Es folgte nebenberuflich die Weiterbildung zum Geprüften Wirtschaftsfachwirt bei der IHK Reutlingen und mit dem Vertriebsleiter der nächste Schritt auf der Karriereleiter. Seit 2022 ist Döbler Mitglied der Geschäftsleitung bei RSU. Als Ausbilder und Prüfer bei der IHK im Bereich Groß- und Außenhandel und E-Commerce gibt er heute sein Wissen an junge Menschen weiter. „Ich profitiere heute noch von den Erfahrungen, die ich in sehr jungen Jahren gemacht habe“, fasst er zusammen. Er habe gelernt, auch Dinge zu tun, die einem nicht gefallen, und sich durchzubeißen. Sein Tipp für junge Menschen, die sich gerade in der Orientierungsphase befinden: „Setzt euch mit den Möglichkeiten auseinander und fragt euch, was zu euch passt.“
Chance Ausbildung
Die drei Beispiele zeigen: Eine duale Ausbildung kann ein Sprungbrett für beruflichen Erfolg sein. Wer auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz ist, kann sich auf meine-ausbildung-in-deutschland.de umschauen. Dort finden sich die Angebote verschiedener Unternehmen – sowohl für den Ausbildungsstart am 1. September 2025 als auch für das nächste Jahr.
