PISA-Ergebnisse zeigen Handlungsbedarf auf
IHK engagiert sich für bessere Bildung
Foto: Syda Productions - stock.adobe.com„Die jungen Menschen haben nicht weniger Potenzial als frühere Generationen. Wir müssen aber wieder besser darin werden, dieses Potenzial zu fördern und ihnen das notwendige Rüstzeug für ihren weiteren Weg mitzugeben“, macht IHK-Präsident Johannes Schwörer deutlich. Die PISA-Studie zeigt für Deutschland die niedrigsten Ergebnisse seit Beginn der Erhebungen. Bei vielen 15-Jährigen gibt es erhebliche Defizite in Lesen, Rechnen und Naturwissenschaften. Aus Sicht der IHK muss nun der Schalter umgelegt werden und der Fokus auf die Grundlagen gerichtet werden – von Deutsch und Mathematik bis hin zu sozialen Kompetenzen. Der Unterricht sollte zudem stärker darauf ausgerichtet sein, Wissen praxisnah und anwendungsorientiert zu vermitteln. Ebenso wichtig sind eine frühzeitige Berufsorientierung und eine angemessene Ausstattung der Schulen.
Von der Kita bis zur Ausbildung
Die IHK Reutlingen bringt sich mit Angeboten entlang der Bildungskette ein: Als regionaler Partner der Stiftung Kinder forschen bietet sie Fortbildungen für pädagogische Fach- und Lehrkräfte an. Über „Wirtschaft macht Schule“ sind rund 200 Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Betrieben entstanden, 250 IHK-Ausbildungsbotschafter aus 50 Berufen geben in Schulen Einblicke in Ausbildung und Berufsalltag. Hinzu kommen Angebote für Eltern und Ehrungen für Schulen und engagierte Lehrerinnen und Lehrer. Während der Ausbildung unterstützen das IHK-Azubi-Kolleg, die KI-Lernsoftware „Meki – Mehr erreichen mit KI“ und die IHK-Goldcard. „Ausbildungsbetriebe können sich beispielsweise an der Goldcard beteiligen und damit ihre Nachwuchskräfte gezielt fördern und an sich binden“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Epp.
Betriebe sehen Defizite
Auch die Erfahrungen der regionalen Unternehmen bestätigen den Handlungsbedarf. In der aktuellen Ausbildungsumfrage der IHK Reutlingen sehen 92 Prozent der 232 befragten Betriebe Defizite bei der Ausbildungsreife. „Schulen und Lehrkräfte können die Herausforderungen nicht alleine lösen“, so Epp. Gute Bildung sei Aufgabe von Politik, Schulen, Eltern und Wirtschaft. „Wer die Schule verlässt, muss auf eine Ausbildung oder ein Studium gut vorbereitet sein.“
