Medien- und Veranstaltungsbranche

Großzahl der Projekte gestoppt

Wie dreht man eine Kuss-Szene in Zeiten der sozialen Distanz? Derzeit wohl gar nicht und auf eine Normalisierung wird die Kreativwirtschaft noch einige Zeit warten müssen.

Großzahl der Projekte gestopptFoto: contrastwerkstatt - Fotolia.com

„Die aktuellen Erfahrungen zeigen, dass in den meisten Firmen die Projekte fast alle gestoppt wurden“, sagt Dominique Schuchmann, Vorsitzender des landesweiten IHK-Ausschusses für Medien- und Filmwirtschaft bei der IHK Reutlingen. Lediglich Projekte, die noch fertig produziert werden müssen, laufen derzeit noch, weil Teams, vor allem im Bereich Postproduktion und Animation, auch aus dem Homeoffice arbeiten können. Hoffnung machen Aktivitäten wie Autokinos, die aber die Einnahmeausfälle nicht im notwendigen Maße dauerhaft kompensieren können, so Schuchmann: „Das Kontakt- und Veranstaltungsverbot macht Dreharbeiten und Events in klassischer Form absehbar unmöglich.“

Fahrplan nötig 
Viele kleine Betriebe der Branche haben von der Corona-Soforthilfe von Land und Bund profitiert. Diese Mittel werden jedoch auf Dauer nicht reichen. „Wir brauchen einen Fahrplan für die Öffnung sowie weitere Zuschüsse und abrufbare Projektmittel, wenn nicht eine ganze Branche auf der Strecke bleiben soll“, betont Dr. Wolfgang Epp, Hauptgeschäftsführer der in Medienfragen für den Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) federführenden IHK Reutlingen. Er plädiert dafür, dass Fragen der Medien- und Kreativwirtschaft auf Landesebene in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe der verschiedenen Ministerien und Fachverbände besprochen werden sollten. Es gelte zu diskutieren, „wann Veranstaltungen wieder ermöglicht werden können und welche Erkenntnisse aus den Öffnungen des Handels für Events und Filmproduktionen zu ziehen sind.“ Generell, so Epp, bräuchten alle Branchen, die weiterhin von den Folgen des Shutdowns der Corona-Pandemie betroffen sind, jetzt zügig Perspektiven und Hilfen, die sich als Best-Practice an den Ergebnissen aus den bereits wieder angelaufenen Geschäften orientieren.

Dr. Wolfgang Epp

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