Kontaktstelle Frau und Beruf Neckar-Alb bei der IHK
Frauen beraten, Unternehmen informieren
Das Team der Kontaktstelle Frau und Beruf Neckar-Alb: Jula Göbel, Frauke Holländer, Sabine Bahnmüller und Burcu Aydeniz (v.l.). Die Projektleitung der Kontaktstelle hat Anfang Mai Frauke Holländer übernommen. Damit besteht die regionale Stelle nun aus vier Frauen, die sich zweieinhalb Stellen teilen: Neben Frauke Holländer sind dies Sabine Bahnmüller und Jula Göbel, die vor allem die Beratungen übernehmen, sowie Burcu Aydeniz, die das Team koordiniert.
Das Ziel der Kontaktstelle ist es, die Chancen von Frauen am Arbeitsmarkt zu erhöhen und noch gezielter Erwerbspotenziale von Frauen für die regionale Wirtschaft zu nutzen. „Wir haben zwei Ausrichtungen. Wir beraten Frauen zu beruflichen Möglichkeiten, gerade nach der Elternzeit oder der Familienphase, und informieren Unternehmen, wie sie verstärkt Frauen als Fach- und Führungskräfte gewinnen und binden können“, erklärt Holländer.
Teilzeit ist weiblich
Aktuelle Zahlen der regionalen Agentur für Arbeit zeigen, dass die Erwerbsbeteiligung von Frauen in den drei Landkreisen der Region bei über 61 Prozent liegt. Gleichzeitig bleibt Teilzeit stark weiblich geprägt. Knapp ein Drittel aller Beschäftigten in Neckar-Alb arbeitet in Teilzeit. Die Teilzeitquote von Frauen reicht von 49,2 Prozent im Zollernalbkreis über 50,7 Prozent im Landkreis Reutlingen bis zu 54,1 Prozent im Landkreis Tübingen, zeigen Daten des Statistisches Landesamts von 2024. Zum Vergleich: Männer arbeiten im Landkreis Reutlingen zu 9,9 Prozent in Teilzeit, im Landkreis Tübingen zu 17,7 Prozent und im Zollernalbkreis zu 7,8 Prozent.
Aus Sicht der IHK Reutlingen ist eine höhere Erwerbstätigkeit von Frauen ein ganz zentraler Hebel gegen den Fachkräftemangel. Dafür braucht es neben einer verlässlichen und gut ausgebauten Kinderbetreuung insbesondere flexible Arbeitszeitmodelle, einen qualifikationsgerechten Wiedereinstieg und attraktive Teilzeit- oder vollzeitnahe Modelle. „Wir wollen Frauen wie Unternehmen gleichermaßen aufzeigen, was möglich und was nötig ist“, sagt Frauke Holländer.
Hintergrund
Die Kontaktstelle Frau und Beruf Neckar-Alb befindet sich in Trägerschaft der IHK Reutlingen. Der Förderzeitraum der Kontaktstelle Frau und Beruf Neckar-Alb läuft vom 1. Januar 2026 bis zum 31. Dezember 2027. Der IHK sind für diesen Zeitraum Mittel bis zu einem Höchstbetrag von rund 160.000 Euro bewilligt. Das Projekt wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg gefördert. Infos zu den nächsten Terminen auf www.frauundberuf-bw.de/kontaktstelle-frau-und-beruf-neckar-alb.