IHK kritisiert Erbschaftsteuerpläne der SPD

„Familienunternehmen nicht gefährden“

„Die von der SPD vorgeschlagenen Änderungen bei der Erbschaftssteuer würden vor allem Familienunternehmen in der Region stark belasten“, sagt Dr. Jens Jasper, Bereichsleiter Recht und Steuern bei der IHK Reutlingen.

„Familienunternehmen nicht gefährden“Butch - Fotolia.com

Die IHK Reutlingen kritisiert die Pläne der SPD, die Erbschaftssteuer für Betriebsvermögen zu erhöhen. Eine familieninterne Unternehmensübernahme wäre durch die Erhöhung der Erbschaftssteuer für Betriebsvermögen zukünftig mit deutlich höheren Kosten verbunden. „Der vorgesehene Freibetrag von fünf Millionen ist unrealistisch, in vielen Fällen würden hohe Steuern anfallen“, so der Steuerexperte. Das würde sie zusätzlich belasten.

Auf die Region Neckar-Alb, die geprägt ist von mittelständischen Familienunternehmen, hätte die Änderung negative Auswirkungen: Die Betriebe sind ein wichtiger Teil der Wirtschaftsstruktur. Sie übernehmen am Standort Verantwortung, sorgen für Arbeitsplätze, Innovationen und Stabilität. „Sie dürfen mit solchen Regelungen nicht gefährdet werden.“ Der Vorschlag kommt für die Betriebe in einer ohnehin wirtschaftlich schwierigen Situation. Die konjunkturelle Wende lässt weiter auf sich warten. „Wenn die Politik es den Familienbetrieben jetzt zusätzlich schwer macht, dürfen wir uns nicht wundern, wenn Unternehmensübernahmen scheitern“, so Jasper. 

Dr. Jens Jasper

Dr. Jens Jasper

Zentrale Dienste, Kundenmanagement und Recht und Steuern,
IHK-Zentrale
Position: Bereichsleiter
Schwerpunkte: Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht, außergerichtliche Streitbeilegung, Sachverständigenwesen, Steuern, IHK-Gremium Tübingen: Geschäftsführung, Koordination Hoheitliche Aufgaben
Telefon: 07121 201-233
E-Mail schreiben
vCard herunterladen
Zur Detailseite