IHK Reutlingen beteiligt sich an bundesweiter Allianz
Fachkräfte aus dem Ausland gewinnen und integrieren
IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Epp und Reem Alabali Radovan, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, bei der gemeinsamen Vertragsunterzeichnung in Berlin.„Die Initiative setzt ein wichtiges Signal für eine verantwortungsvolle Fachkräftegewinnung“, sagt Wolfgang Epp. Laut IHK-Fachkräftemonitor werden bis 2035 allein in der Region Neckar-Alb über 61.000 Arbeits-, Fach- und Hilfskräfte fehlen. Die Rekrutierung von Fachkräften aus dem Ausland bietet gute Chancen, diese Lücke zu verkleinern.
Bessere Voraussetzungen schaffen
Der flächendeckende Schulterschluss zwischen Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Verbänden wird dazu beitragen, die Rahmenbedingungen für eine geordnete und nachhaltige Zuwanderung von Fachkräften aus Drittstaaten zu verbessern. Dazu gehören beispielsweise bessere Ausbildungsmöglichkeiten in den Herkunftsländern sowie transparente Rekrutierungsprozesse. Künftig sollen hierfür klare Regeln und Strukturen geschaffen werden. Qualifizierte Fachkräfte sollen so gut vorbereitet nach Deutschland kommen und sich schneller in Betriebe und Gesellschaft integrieren können.
Gesamtpaket muss stimmen
„Es kommt auf ein stimmiges Gesamtpaket aus Arbeit, Freizeit und sozialer Integration an“, so Epp. Wer neu in die Region kommt, braucht Unterstützung – sprachlich, aber auch bei der Wohnungssuche oder bei Behördengängen. „Wir müssen sicherstellen, dass sich die Menschen, die hier ankommen, wohlfühlen und bleiben.“ Durch die breite Zusammensetzung fließt aus allen Bereichen Input in die Allianz. Die IHK Reutlingen bringt ihre umfangreiche Expertise und Erfahrung in die Initiative ein. Mit „Hand in Hand for International Talents“ und dem Welcome Center hat sie bereits in der Vergangenheit regionale Projekte umgesetzt, die die Gewinnung internationaler Fachkräfte voranbringen.
Über die Initiative
An der Fachkräfteallianz „WE-Fair: Wirtschaft und Entwicklungspolitik für faire Fachkräftegewinnung“ beteiligen sich rund 120 Unternehmen, Kammern und Verbände, Diaspora-Organisationen sowie Gewerkschaften aus ganz Deutschland, darunter die Deutsche Industrie- und Handelskammer, der Deutsche Gewerkschaftsbund und der Zentralverband des Deutschen Handwerks.
