Neue Antragsfrist läuft
ESA-BIC nimmt erste Start-ups auf
Im TTR können Gründerinnen und Gründer ihre Geschäftsidee verwirklichen. Erst am 13. April ist das ESA-Business Incubation Centre, kurz ESA-BIC, mit Standorten in Reutlingen und Friedrichshafen/Immenstaad offiziell eröffnet worden. Jetzt können bereits zwei Unternehmen loslegen.
Das macht LuxFlux
LuxFlux wird am ESA-BIC Standort Reutlingen den Feinstaub in unseren Städten vom All aus analysieren. Ziel ist es, die Feinstaubbelastung nicht nur an den Messstellen am Boden, sondern an jedem beliebigen Ort zu bestimmen. „Gerade für Baden-Württemberg wird unsere Feinstaubkarte einen Mehrwert liefern. Eine flächendeckende Abdeckung wird so erst möglich“, erläutern die beiden Firmengründer Dr. Jan Makowski und Marc Henzler. Dabei kommt das „Copernicus Atmosphere Monitoring System“ (CAMS) in Kombination mit den Sentinel-Satelliten der ESA zum Einsatz.
Das macht Vaireco
Wärmeverluste bei großen Gebäuden oder Fehler in Photovoltaik-Anlagen können zukünftig wesentlich effizienter erfasst werden. Mit Unterstützung von Airbus Defence and Space vom ESA-BIC in Friedrichshafen/Immenstaad wird das Start-up Vaireco ein neuartiges Inspektionssystem entwickeln. Dabei setzt das Unternehmen auf eine neue Generation von Wärmebildkameras und Drohnentechnik sowie die punktgenaue Lokalisierung via Satellitennavigation. „Neben einer deutlichen Reduktion des Inspektionsaufwandes ermöglicht dies auch großflächige Analysen, die bisher nicht denkbar sind“, sagt Firmengründer Dr. Wolfgang Herbst.
Bewerbungen bis zum 28. Mai
Das ESA-BIC in Reutlingen und Friedrichshafen/Immenstaad soll weiter wachsen. Aktuell läuft bereits die nächste Antragsfrist. High-Tech-Gründer mit Bezug zur Weltraumtechnik müssen bis zum 28. Mai 2018 ihre Unterlagen an Dr. Stefan Engelhard vom IHK-Institut für Wissensmanagement und Wissenstransfer (IHK-IWW) in Reutlingen schicken, wenn sie in der kommenden Runde dabei sein wollen. Drei Stichtage pro Jahr gibt es. Für die ersten beiden Gründungen ging alles sehr schnell. Zwischen Bewerbung und Aufnahme in das ESA-BIC verging gerade einmal ein knapper Monat.
Hintergrund: ESA-BIC
Das „Business Incubation Centre“ der europäischen Weltraumagentur ESA (ESA-BIC) bietet Platz für Gründerinnen und Gründer, die aus Weltraumtechnologien Geschäftsmodelle entwickeln. In den Räumen des Technologieparks Tübingen-Reutlingen sowie am Partnerstandort in Friedrichshafen/Immenstaad sollen in den kommenden vier Jahren bis zu 30 Gründer ihre Geschäftsideen rund um Weltraumtechnologien wie Materialforschung oder Navigations- und Kommunikationstechnik realisieren können. Die Start-ups sollen jeweils ein bis zwei Jahre im „Business Incubation Centre“ der ESA bleiben und in dieser Zeit Marktreife erlangen. Als Anschubförderung erhalten die Gründungen 50.000 Euro, anteilig finanziert durch das Land Baden-Württemberg und die ESA, sowie umfassende Service-Angebote durch Firmenbetreuer vor Ort und das Partner-Netzwerk. Reutlingen und Friedrichshafen/Immenstaad bilden zusammen mit dem schon bestehenden ESA-BIC in Darmstadt das „ESA-BIC Hessen & Baden-Württemberg“.
Ansprechpartner
Gemeinsam mit den Partnern Airbus Defence and Space in Friedrichshafen und der Cesah GmbH, dem Centrum für Satellitennavigation Hessen, organisiert das Institut für Wissensmanagement und Wissenstransfer der IHK Reutlingen (IHK-IWW) das „ESA BIC Hessen & Baden-Württemberg“. Die Ansprechpartner sind
- Dr. Stefan Engelhard, Institut für Wissensmanagement und Wissenstransfer (IHK-IWW), 07121 201-158, engelhard@reutlingen.ihk.de
- Dr. Georg Willich, Airbus Defence and Space, 07545 85 979, georg.willich@airbus.com
- Dr.-Ing. Frank Zimmermann, cesah GmbH, 06151 392156-12, zimmermann@cesah.com
