Spritpreise
Es kann günstiger werden
Foto: mauro_grigollo/istockphoto.comAb dieser Woche gilt das neue „Tankgesetz“. Tankstellenbetreiber dürfen Preise künftig nur noch einmal täglich um 12 Uhr erhöhen – Senkungen sind weiterhin jederzeit möglich.
Mehrere Medienberichte gehen davon aus, dass Kraftstoffpreise künftig kurz vor 12 Uhr am günstigsten sein dürften.
Zudem umfasst das Gesetz weitere Maßnahmen zur Stärkung des Wettbewerbs: Das Bundeskartellamt erhält erweiterte Befugnisse, um gegen marktbeherrschende Unternehmen im Kraftstoffbereich vorzugehen. Bei Hinweisen auf unangemessen hohe Preise kann künftig schneller eingegriffen werden.
Wie setzen sich die Spritpreise zusammen?
Zu den staatlichen Bestandteilen zählen Energiesteuer, Mehrwertsteuer (19 %), CO₂-Abgabe sowie die Abgabe an den Erdölbevorratungsverband (EBV). Die CO₂-Abgabe lag 2025 bei 55 Euro pro Tonne und entspricht rund 16 bis 17 Cent pro Liter.
Insgesamt machten staatliche Abgaben 2025 rund 64 % bei Benzin und 56 % bei Diesel aus. Der Anteil schwankt, da die Energiesteuer ein fixer Betrag pro Liter ist und unabhängig vom Rohölpreis erhoben wird.
Grundsätzlich besteht politischer Spielraum zur Entlastung: Die deutschen Energiesteuersätze liegen deutlich über den EU-Mindestwerten. Unterschiede in der Besteuerung erklären auch die Preisunterschiede innerhalb Europas. So lag der Preis für Eurosuper 95 im März zwischen 1,27 Euro pro Liter in Bulgarien und 2,17 Euro in den Niederlanden. Deutschland liegt dabei deutlich über Ländern wie Spanien oder Bulgarien.
Tipp:
Auch unabhängig von politischen Maßnahmen lassen sich Kosten senken: Google Maps zeigt mittlerweile aktuelle Kraftstoffpreise an und hilft dabei, die günstigste Tankstelle in der Nähe zu finden.
So funktioniert's:
- Google Maps in der App öffnen
- „Tankstelle“ in die Suche eingeben
- Preise direkt in der Übersicht vergleichen
Zur Übersicht