IHK vor Ort in Dußlingen
Enge Beziehungen zwischen Kommune und Wirtschaft

Bürgermeister Thomas Hölsch hob die engen Beziehungen zwischen Kommune und Unternehmen hervor: „Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es der Gemeinde gut.“ In diesem Zusammenhang verwies Hölsch auf die Herausforderungen, vor denen Dußlingen steht: Fachkräftemangel, steigende Ausgaben, strukturelle Belastungen sowie das Ziel, den Haushalt 2026 ohne Steuererhöhungen auszugleichen. Besonders kritisierte er die bürokratischen Hürden bei Bauprojekten, die von der Politik dringend abgebaut werden müssten.
Gastgeber von IHK vor Ort war die Kemmlit-Bauelemente GmbH. Geschäftsführer Markus Reisch gab den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Einblick in das Unternehmen und stellte ein gemeinsames Nahwärmeprojekt mit der Gemeinde vor. „Das geplante Nahwärmenetz ist ein Modellprojekt für Klimaschutz und eine zukunftsfähige Standortentwicklung“, ergänzte Thomas Hölsch.
Aus den Reihen der anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer wurde deutlich: Fachkräftesicherung, Nachfolgeprobleme, Lieferengpässe und eine weiter wachsende Unsicherheit in den Betrieben sind die drängendsten Themen der regionalen Wirtschaft.
Streichung von Straßenbauprojekten nicht vermittelbar
Ihr Unverständnis äußerten die Unternehmerinnen und Unternehmer beim Thema Verkehr: Wichtigen Projekten in der Region – dem Ausbau der B 27 zwischen Nehren und Bodelshausen, der Ortsumfahrung von Tübingen mit dem Schindhaubasistunnel sowie der Ortsumfahrung von Lautlingen – aus finanziellen Gründen soll derzeit keine Baufreigabe erteilt werden. Dr. Jens Jasper, Regionalmanager der IHK für den Landkreis Tübingen, bestätigte aus Sicht der IHK: Das sei auch im Hinblick auf das extra für Infrastruktur verabschiedete Sondervermögen „nicht vermittelbar“.
