IHK: Finanzielle Stärkung der Stadtwerke ist richtig

„Die Verteilnetze sind das Problem der Energiewende“

Die IHK begrüßt, dass die Stadt Reutlingen die finanzielle Basis der Stadtwerke stärken will, um damit den nötigen Netz- und Infrastrukturausbau zu unterstützen.

„Die Verteilnetze sind das Problem der Energiewende“Foto: Ingo Bartussek - stock.adobe.com

Die Stadtwerke Reutlingen benötigen in den kommenden zehn Jahren etwa 1,05 Milliarden Euro für den Netz- und Infrastrukturausbau, also für Stromnetz, Fernwärme, Gas- und Wassernetz sowie Elektromobilität. Für das nötige Eigenkapital der Stadtwerke will die Stadtverwaltung bis 2035 jährlich bis zu 18 Millionen Euro als verzinsliches Gesellschafterdarlehen zur Verfügung stellen. „Wir finden diesen Ansatz richtig. Die Verteilnetze sind das Problem der Energiewende auf der lokalen Ebene und müssen dringend ausgebaut und ertüchtigt werden“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Epp.

Mehr Strom wird gebraucht und muss verteilt werden 
Viele Studien gehen von einem deutlich steigenden Strombedarf in den kommenden Jahren aus. Dieser muss abgedeckt werden. Dazu dienen insbesondere Projekte wie der Südlink, der Strom aus Norddeutschland in den Süden bringen soll, sowie der regionale Ausbau von PV- und Windkraftanlagen. Dazu kommt: Aktuell gibt es vielerorts Engpässe bei den örtlichen Netzanschlusskapazitäten. Strom kann nicht mehr aufgenommen oder verteilt werden. „Das liegt mit am fehlenden und zu langsamen Netzausbau. Insofern ist es gut, wenn die Kommune und die Stadtwerke neue Wege gehen wollen, um die Engpässe abzubauen, auch wenn das vorgeschlagene Konzept so noch nicht umgesetzt wurde“, erklärt Wolfgang Epp.

Dr. Wolfgang Epp

Dr. Wolfgang Epp

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