Kaufpreise für regionale Neubauwohnungen steigen weiter

Der Bedarf wird hoch bleiben

Die Kaufpreise für Neubauwohnungen sind regional 2025 weiter gestiegen. Das zeigt eine Auswertung der IHK auf Basis von Daten des Immobiliendienstleisters Value AG.

Der Bedarf wird hoch bleibenFoto: Lichtwolke99 - stock.adobe.com

Die Preise für Neubauwohnungen liegen in der Region – unabhängig von Größe oder Lage – bei 4.607 Euro pro Quadratmeter im Zollernalbkreis, bei 5.404 Euro pro Quadratmeter im Kreis Reutlingen und bei 6.122 Euro pro Quadratmeter im Kreis Tübingen. Damit liegen die drei Kreise der Region über dem Bundesschnitt von 4.544 Euro pro Quadratmeter aller 400 Landkreise und kreisfreien Städte. „Die Tatsache, dass wir regional zum Teil deutlich über dem Schnitt liegen, zeigt die weiterhin hohe Nachfrage nach Neubauwohnungen. Diese ist überwiegend strukturell bedingt: Kleinere Haushaltseinheiten nehmen zu, und auch die durchschnittliche Pro-Kopf-Wohnfläche ist etwas gestiegen. Die nachlassende Konjunktur verändert das Bild bisher nicht“, ordnet IHK-Immobilienexpertin Antonia Hettinger ein. Laut jüngster Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung wird der hohe Bedarf zunächst bestehen bleiben. In der Region Neckar-Alb müssten bis 2030 jährlich etwa 3.500 Neubauwohnungen entstehen.

Was die Value-Daten ebenfalls zeigen: Im Vergleich zum Vorjahr haben die Kaufpreise für Neubauwohnungen nochmals zugelegt. Im Landkreis Tübingen stiegen sie um 2 Prozent, im Kreis Reutlingen um 4,5 Prozent und im Zollernalbkreis um 3,8 Prozent. „Den Preisdruck werden wir mittelfristig nur begrenzen können, wenn mehr Platz für Neubauten geschaffen wird. Das kann durch die Wiedernutzung bestehender Flächen oder durch Neuausweisungen geschehen“, so Hettinger.

Hintergrund
Die Value AG hat für die Studie Inserate von mehr als 100 Immobilienplattformen wie Immoscout, Immowelt und Immonet ausgewertet. Als Referenz für eine Eigentumswohnung dient eine Wohnung mit 60 bis 80 Quadratmetern und guter Ausstattung. Die deutschlandweit höchsten Preise pro Quadratmeter sind laut Daten der Value AG in München (11.124 Euro), Garmisch-Partenkirchen (10.735 Euro) und Miesbach (10.595 Euro) zu zahlen. Am günstigsten sind Greiz (935 Euro), Altenburger Land (924 Euro) und Stendal (807 Euro).

Antonia Hettinger

Antonia Hettinger

Unternehmensförderung & Standortpolitik, Standortagentur & Netzwerkbüro
IHK-Zentrale
Position: Leiterin Volkswirtschaft & regionale Wirtschaftspolitik
Schwerpunkte: Volkswirtschaft und regionale Wirtschaftspolitik, Konjunkturumfragen, IHK-Netzwerk Bau- und Immobilienwirtschaft, IHK-Netzwerk Projektmanagement
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