"IHK vor Ort“ in Hirrlingen
"Den Gürtel enger schnallen“
Austausch bei IHK vor Ort in Hirrlingen: Bürgermeister Simon König, Alexander Wälde (Präsident der Handwerkskammer Reutlingen), Daniela Eberspächer-Roth, PhD, PhD (IHK-Vizepräsidentin) und Martin Fahling (IHK Reutlingen).IHK-Vizepräsidentin Daniela Eberspächer-Roth, PhD, PhD, sprach in ihrer Begrüßung Bürgermeister Simon König ihren Dank dafür aus, dass er die Anliegen der Unternehmerinnen und Unternehmer in Hirrlingen ernst nimmt. In der guten Zusammenarbeit mit den Betrieben trage die Verwaltung ihren Teil zum wirtschaftlichen Erfolg Hirrlingens bei.
Aus der Gemeinde
“Die finanzielle Lage unserer Gemeinde ist wie vielerorts angespannt“, stieg Simon König in seinen Bericht ein. Der Handlungsspielraum der Verwaltung werde immer geringer. Positive Nachrichten hatte er dennoch: Für kürzlich realisierte Projekte wie einen neuen Schulhof und die Erschließung eines neuen Baugebiets mussten keine Kredite aufgenommen werden. In den nächsten Jahren müsse die Gemeinde den Gürtel aber enger schnallen, um wieder „vom Sparbuch investieren zu können.“ Eine Erhöhung der Gewerbesteuer sei nicht geplant, nahm König den Unternehmerinnen und Unternehmern vorweg. Im Gegenteil: Die Gemeinde wolle für die Betriebe investieren: Langfristig solle das Gewerbegebiet erweitert werden, um Neuansiedlungen von Betrieben zu ermöglichen. Auf Unterstützung seitens der Unternehmen hofft er bei der Lehrstellenrallye, die 2026 stattfinden soll. ”Das ist eine gute Gelegenheit, sich den eigenen Nachwuchs zu sichern.“
Die andere Brille aufsetzen
Lichtblicke gab es auch von Seiten der IHK und der Handwerkskammer. IHK-Vertreter Martin Fahling berichtete von wachsenden Exportzahlen und der Tatsache, dass die Region sich weiterhin als Industriestandort behauptet. Die aktuelle IHK-Konjunkturumfrage habe aber gezeigt, dass die andauernde konjunkturelle Schwäche mittlerweile auch den regionalen Arbeitsmarkt belastet. “Rund 60 Prozent der Handwerksbetriebe schätzen ihre aktuelle Geschäftslage als gut ein“, sagte Alexander Wälde, Präsident der Handwerkskammer Reutlingen. ”Der Trend geht sogar leicht aufwärts.“ Er gab Simon König vor allem in Hinblick auf das neue Gewerbegebiet mit auf den Weg: “Das Handwerk muss mittendrin sein.“ Es lohne sich immer, ”die Dinge auch mal durch die Brille der Wirtschaft und des Handwerks zu sehen.“
Daniela Eberspächer Roth regte zum Abschluss die Ausarbeitung einer Strategie für die Weiterentwicklung des Hirrlinger Gewerbes an. "Dazu gehört auch die Frage: Wie wird die Gemeinde die Wirtschaft in den kommenden Jahren fördern und unterstützen?“
