Maskenherstellung stärken

Bund fördert Vliesproduktion

Der Markt für Schutzmasken boomt. Die Bundesregierung erwartet auch nach der Pandemie langfristig ein deutlich erhöhtes Niveau der Nachfrage. Investitionen in die Produktion der notwendigen Filterstoffe können nun Zuschüsse erhalten.

Bund fördert VliesproduktionFoto: Evelien - stock.adobe.com

Bis zu zehn Millionen Euro vom Bund können sich Unternehmen seit dem 1. Mai für Investitionen in Produktionsanlagen für Filtervlies sichern. Unterstützt wird die Herstellung dieser Stoffe im Meltdown-Verfahren mit den Qualitätsanforderungen als Vorprodukt für Masken der Schutzstufen FFP2 und FFP3 sowie medizinische Gesichtsmasken. Die Frist für die Antragstellung endet am 30. Juni 2020. Förderfähig sind Investitionen, die seit dem 28. Februar 2020 getätigt wurden oder werden, Umrüstungen bestehender Anlagen sind ausgenommen. Die Inanspruchnahme der Bundesmittel ist an weitere Bedingungen geknüpft:

  • Die Produktion mit der geförderten Anlage muss bis zum 31. März 2021 starten.
  • Das hergestellte Vlies darf bis Ende 2023 ausschließlich an Unternehmen verkauft werden, die ihrerseits mit dem Vlies als Vorprodukt medizinische Schutzmasken in Deutschland oder innerhalb der EU produzieren.
  • Ein Verkauf auf dem internationalen Markt darf nur dann beim BAFA beantragt werden, wenn eine vollständige Veräußerung dieses Vlieses in Deutschland oder der EU nachweislich nicht möglich ist.
  • Hersteller müssen förderfähige Kosten belegen sowie Expertise und Erfahrung zur notwendigen zügigen Umsetzung mitbringen und nachweisen.

Fünf Milliarden Masken jährlich
Das neue Fördermittel des Bundeswirtschaftsministeriums ist Teil einer Initiative zum Aufbau nationaler und europäischer Wertschöpfungsketten für Schutzausrüstung, Testausstattungen und Wirkstoffe. Bis Ende 2021 sollen auf diesem Weg Produktionskapazitäten aufgebaut werden, um die jährlich produzierte Menge von Filtervlies um 4.000 Tonnen zu erhöhen und somit bis zu fünf Milliarden medizinische Gesichtsmasken und Atemschutzmasken jährlich produzieren zu können.

Weitere Förderausschreibungen für Maschinen zur Maskenkonfektionierung sind Ende Mai zu erwarten.

Birgit Krattenmacher

Birgit Krattenmacher

Innovation und Umwelt
IHK-Zentrale
Position: Kaufmännische Leitung Institut für Wissensmanagement und Wissenstransfer
Schwerpunkte: Regionales Innovationsmanagement Neckar-Alb, Beratung zu FuE-Förderprogrammen, CE-Kennzeichnung,Textilkennzeichnung, Cluster Technische Textilien Neckar-Alb
Telefon: 07121 201-257
Fax: 07121 201-4257
E-Mail schreiben
vCard herunterladen
Zur Detailseite


Zur Übersicht