IHK-Studien zeigen Potentiale der regionalen IKT-Unternehmen auf

Branche wird weiter wachsen

Die IKT-Branche in der Region wächst und hat großen Fachkräftebedarf. Das zeigen zwei neue Studien der IHK Reutlingen.

Branche wird weiter wachsen

Die IKT-Branche, also die Informations- und Kommunikationstechnik, ist jung. Fast alle der bis heute bestehenden Unternehmen wurden in den letzten 30 Jahren gegründet. Den größten Sprung machte die Branche in den 2010er Jahren. „Internet, Digitalisierung und Transformation in vielen wirtschaftlichen Bereichen war und ist nur möglich, weil es IKT-Lösungen gibt. Die Branche ist ein ständiger Begleiter für alle Neuerungen in der Wirtschaft“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Epp. Zuletzt half die Branche Unternehmen aller Wirtschaftszweige, mit Home-Office und mobilem Arbeiten durch die Pandemie zu kommen. Der Bedarf war groß, die Zahl von IKT-Gründungen nahm gerade 2020 und 2021 noch einmal zu – auf 169 und 167 Gründungen, ein Allzeithoch in der Region. Die Branche zählt insgesamt 2.412 Unternehmen, davon sind rund 1.000 im Handelsregister eingetragen.

Hoher Fachkräftebedarf
Mit der wachsenden Bedeutung von IT nimmt auch der Fachkräftebedarf deutlich zu. Das IHK-Institut für Wissensmanagement und Wissenstransfer (IHK-IWW) hat rund 400 IT-Stellenanzeigen von 100 regionalen Unternehmen ausgewertet. Besonders gesucht sind Software-Entwickler mit 45 Prozent, gefolgt von IT-Administratoren und Support-Mitarbeitern (27 Prozent). IT-Berater oder Projektmanager werden von rund einem Fünftel (21 Prozent) der Unternehmen gesucht. Interessant: Neben dem IT-Administrator etablieren sich laut Auswertung immer häufiger firmeneigene IT-Berater, die bei der Einführung von IT-Lösungen zum Einsatz kommen. Die Themen IT-Security und Künstliche Intelligenz spielen in den Ausschreibungen eine geringere Rolle.

Herausforderungen gemeinsam lösen
Aus Sicht der IHK wird die IKT-Branche noch weiter wachsen. Vor diesem Hintergrund sind vor allem die Fachkräfteversorgung und die Vernetzung der Branche von hoher Bedeutung. Der Fachinformatiker hat sich bei den technischen Ausbildungsberufen mittlerweile zum zweitbeliebtesten Beruf entwickelt. Seit 2020 gibt es zudem zwei weitere Fachrichtungen, in denen sich die jungen Leute ausbilden lassen können: Den Fachinformatiker Daten und Prozessanalyse und den Fachinformatiker Digitale Vernetzung. Daneben wollen die heimischen Unternehmen noch stärker Absolventinnen und Absolventen der regionalen Hochschulen für sich gewinnen. „Wir nutzen die Erkenntnisse der beiden Studien und werden den Dialog innerhalb der Branche intensivieren. Die Herausforderungen sind gemeinsam besser zu lösen“, so Wolfgang Epp. Die IHK wird als Plattformen insbesondere die drei bestehenden Netzwerke IT, TK und Multimedia, IT-Leitung und Fachinformatiker nutzen. Dort treffen sich 150 Unternehmen aus der gesamten Region.

Hintergrund: Schwerpunkte der ITK-Branche
2.412 Unternehmen aus der IKT-Branche, also der Informations- und Kommunikationstechnik, gibt es mittlerweile in der Region Neckar-Alb. Wie die Auswertung der IHK Reutlingen zeigt, ist das Gros im Bereich der IKT-Dienstleistungen tätig: 39 Prozent erbringen IT-Services oder bieten Beratung, 25 Prozent sind im Bereich der Programmierung, Softwareentwicklung und Gestaltung aktiv und 9 Prozent kümmern sich um Datenverarbeitung und Webhosting. Neben den Dienstleistungen bildet der Handel rund um IKT die zweite große Gruppe an Firmen: 18 Prozent im Einzelhandel und 3 Prozent im Großhandel.

IHK-Service
Die Studie „Branchenreport IKT-Branche“ und „IT-Kompetenzen Neckar-Alb: Einblick in die IT-Unternehmen“ stehen auf www.ihkrt.de/ikt-studien zum Download zur Verfügung.

Birgit Krattenmacher

Birgit Krattenmacher

Innovation und Umwelt
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Position: Kaufmännische Leitung Institut für Wissensmanagement und Wissenstransfer (IWW)
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Tatjana Capriotti

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Standortmarketing, Netzwerke und Vertrieb
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