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5 Tipps zur Verbesserung der Liquidität
Grafik: Manon - stock.adobe.com1. Verringern Sie Ihre Außenstände durch ein professionelles Forderungsmanagement
Unbezahlte Forderungen sind der Teil Ihrer Liquidität, über den Sie nicht verfügen können. Stellen Sie Ihre erbrachten Leistungen deshalb zeitnah in Rechnung. Überwachen Sie den Zahlungseingang und gehen Sie gegen säumige Kunden konsequent vor, auch bei Kleinbeträgen. Alternativ ist es möglich, Forderungen gegen eine Gebühr an einen Factoring-Dienstleister zu verkaufen, der die Außenstände sofort begleicht und dann seinerseits das Forderungsmanagement übernimmt.
2. Stellen Sie Ihre Fixkosten auf den Prüfstand
Zu hohe Fixkosten zehren nicht nur bei Umsatzrückgängen an der Substanz Ihres Unternehmens. Nehmen Sie daher regelmäßig, mindestens einmal im Jahr, Ihre festen Ausgaben – zum Beispiel für Miete, Energie, Fuhrpark, Telekommunikation, IT und externe Dienstleister – unter die Lupe und prüfen Sie, ob Optimierungen möglich sind.
3. Bitten Sie Ihre Lieferanten um eine längere Zahlungsfrist
Standardmäßig liegt die Zahlungsfrist für die Begleichung von Rechnungen bei 10 bis 14 Tagen. Mit einer längeren Frist verschaffen Sie sich etwas mehr „Luft“. Suchen Sie das Gespräch mit Ihren Lieferanten: Klären Sie, ob eine Verlängerung der Zahlungsfrist möglich ist oder ob Sie die Rechnung in Raten begleichen können. Dies kann vor allem dann eine Option sein, wenn Sie den Lieferanten schon länger kennen und ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis besteht.
4. Prüfen Sie die Bonität Ihrer Neu- und Bestandskunden
Informieren Sie sich über die Bonität Ihrer Kunden. Dies gilt vor allem für Neukunden. Neben der eigenen Recherche – etwa im Internet oder im Handelsregister – können Sie dabei auch auf die kostenpflichtigen Dienste von externen Dienstleistern wie der Schufa oder Wirtschaftsauskunfteien zurückgreifen. Stellen Sie bei einem Bestandskunden Veränderungen im Zahlungs- oder Bestellverhalten fest, kann dies ein Hinweis auf eine Verschlechterung seiner Bonität sein.
5. Bleiben Sie mit Ihrer Bank im Gespräch
Eine regelmäßige Finanzkommunikation mit Ihrer Hausbank zahlt sich aus. Ziehen Sie nach Möglichkeit ein Kreditgespräch nicht erst in Betracht, wenn Sie bereits in finanziellen Schwierigkeiten stecken, sondern schon bei den ersten Anzeichen eines möglichen Liquiditätsengpasses. Die offene und frühzeitige Kommunikation wird sich in Krisenzeiten positiv auf die Konditionen auswirken, die Ihnen Ihre Bank anbietet. /
(Diese Tipps erschienen in der WNA-Ausgabe 8+9/2025.)
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