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5 Tipps rund um das Berichtsheft

Das Berichtsheft spielt eine große Rolle in der Ausbildung: Auszubildende und Ausbildungsbetrieb dokumentieren damit die gelernten Inhalte, zugleich ist es Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung. So können Ausbilderinnen und Ausbilder ihre Azubis bei der Führung des Berichtsheftes unterstützen.

5 Tipps rund um das BerichtsheftGrafik: HL12shutterstock.com

1. Erläutern Sie Ihren Auszubildenden die Funktion und die Bedeutung des Berichtsheftes
Das Berichtsheft weist nach, dass das Unternehmen seinen Azubis die im Ausbildungsrahmenplan festgelegten Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt hat. Es ist also wichtig, dass die Auszubildenden ihr Berichtsheft regelmäßig führen und der Ausbilderin oder dem Ausbilder zur Unterschrift vorlegen. Wird das Heft vernachlässigt, kann dies sowohl für den Azubi als auch für den Betrieb zu Problemen führen – spätestens bei der Zulassung zur Abschlussprüfung. 

2. Klären Sie die Rahmenbedingungen und machen Sie Lust auf das Schreiben des Heftes
Besprechen Sie mit Ihren Azubis etwa, ob das Berichtsheft handschriftlich oder digital, täglich oder wöchentlich, stichpunktartig oder etwas ausführlicher geführt werden soll. Geben Sie den Auszubildenden zudem Ihren Ausbildungsplan (sachliche und zeitliche Gliederung) an die Hand. So haben sie eine gute Orientierung, welche Ausbildungsinhalte gelehrt und im Berichtsheft beschrieben werden müssen.

3. Besprechen Sie, was im Berichtsheft stehen muss – und was nicht
Das Berichtsheft soll in erster Linie den Inhalt der betrieblichen Ausbildung wiedergeben. Konkret müssen die Azubis sowohl ihre betrieblichen Tätigkeiten als auch Unterweisungen, betrieblichen Unterricht und sonstige Schulungen dokumentieren. Dabei sollten auch die zeitliche Dauer der einzelnen Tätigkeiten sowie Krankheitstage ersichtlich werden. Zudem müssen die Themen des Berufsschulunterrichts aufgelistet werden. Definitionen gehören dagegen nicht ins Berichtsheft: Vielmehr müssen die Azubis ganz konkret beschreiben, wie sie die einzelnen Themen in ihrem Ausbildungsbetrieb umsetzen.

4. Stellen Sie den Nutzen des Berichtsheftes heraus
Verdeutlichen Sie Ihren Azubis, dass ein gewissenhaft geführtes Berichtsheft eine große Hilfe bei der Vorbereitung auf die Zwischen- und Abschlussprüfung ist. Indem die Auszubildenden den Lernstoff aus Betrieb und Berufsschule für das Berichtsheft reflektieren, ordnen und zusammenfassen, prägt er sich außerdem schon während der Ausbildung ein. 

5. Reservieren Sie im Ausbildungsalltag genügend Zeit für das Führen des Berichtsheftes
Azubis dürfen und sollen das Berichtsheft während der Arbeitszeit schreiben. Lassen Sie sich die Berichte wöchentlich vorlegen und nutzen Sie den Abgabetermin zum Austausch mit den Auszubildenden. So stärken Sie das Miteinander im fachlichen und sozialen Kontext – und erfahren direkt, wenn Ihren Azubis Dinge unklar sind oder sie Schwierigkeiten in der Ausbildung haben. /

(Diese Tipps erschienen in der WNA-Ausgabe 12/2025+1/2026.)

Mehr Informationen rund um das Berichtsheft.

Marianne Kuhnke

Marianne Kuhnke

Ausbildung
IHK-Zentrale
Position: Ausbildungsberaterin
Schwerpunkte: Berufsausbildung – Kaufmännische Berufe, Hotel, Gastronomie (Landkreis Reutlingen)
Telefon: 07121 201-156
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