"Der beste Zeitpunkt, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Der Zweitbeste ist HEUTE."(afrikanisches Sprichwort)
Noch zur Jahrtausendwende stempelte der "Economist" auf seiner Titelseite Afrika als "The hopeless continent" ab.
Heute stehen die Afrikaner in einem völlig anderen Licht: Unter den Schlagzeilen "Africa rising" und "The sun shines bright" musste dasselbe Magazin Ende 2011 sein Afrika-Bild korrigieren. Ein halbes Jahr vorher war die Studie "Lions on the move" veröffentlicht worden, der zufolge sich die Wirtschaft Afrikas in einem dauerhaften Aufschwung befindet. Subsahara-Afrika könnte am Beginn eines wirtschaftlichen Aufschwungs stehen, wie China vor 30 und Indien vor 20 Jahren, stellte jüngst auch die Weltbank fest. Und die "Financial Times" erklärte Afrika vor kurzem schon zum "Neuen China".
Afrika ist so groß wie China, Indien, die USA, Japan und die meisten europäischen Staaten zusammen. Unternehmen können Afrika nicht ausblenden!
In den letzten Jahren haben viele afrikanische Länder ihre Wirtschaft erfolgreich reformiert. Das zeigt sich auch daran, dass der akkumulierte Bestand der ausländischen Direktinvestitionen (FDI) laut UNCTAD von 61 Milliarden (1990) auf 554 Milliarden US Dollar im Jahr 2010 gestiegen ist. Langfristig können Unternehmen von den Chancen auf dem Kontinent erheblich profitieren, da Ökonomen in den nächsten Jahren weiterhin ein solides Wirtschaftswachstum erwarten.
Für Subsahara-Afrika rechnet der Internationale Währungsfonds 2012 mit einem Realzuwachs von 5,5 Prozent und für 2013 mit 5,3 Prozent. Einige Länder sollen sogar zweistellig zulegen.
Rohstoffe wie Kohle, Öl, Eisenerz oder Gold sind heiss begehrt. Etwa 40 Prozent der weltweiten Reserven werden auf dem Kontinent vermutet, sowie 10 Prozent der globalen Ölreserven, die Hälfte der geschätzten Goldreserven und 80 bis 90 Prozent der Chrom- und Platinvorkommen. Bis 2015 sollen die täglichen Ölexporte von acht auf zehn Millionen Tonnen steigen.
Größer noch ist das Potenzial des Binnenmarkts. Gaben die Afrikaner zuletzt rund 900 Milliarden Dollar für Konsumgüter aus, sollen es 2020 bereits 1400 Milliarden Dollar sein. Die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter soll 2040 über eine Milliarde groß sein. China und Indien wären damit übertrumpft.
Südafrika und Mauritius sind die Länder in Subsahara-Afrika, die im "World Competitiveness Report 2011-2012" des World Economic Forum am besten abschneiden. Bewertet wurden Effizienz von Institutionen (privat und öffentlich), Infrastruktur, das makroökonomische Umfeld, Gesundheit und Ausbildung, Funktionsweise des Marktes, Geschäftsqualität und Innovationskraft.
Für viele Unternehmen führt der Weg zum ersten Auftrag in Afrika über eine Ausschreibung. Bevor geliefert oder investiert wird, sollte eine detaillierte Risikoanalyse für das jeweilige Land erstellt werden. Nur in Südafrika findet der Unternehmer wirklich eine breitgefächerte Industrie, die auch dauerhaft Aufträge verschaffen kann. "Südafrika wird immer wichtiger als Eingangstor für die Märkte des südlichen Afrika", so Carsten Ehlers, der lange in Johannesburg für Germany Trade & Invest tätig war. "Vor 20 Jahren war Südafrika politisch isoliert. Seitdem hat die wirtschaftliche Verflechtung mit dem Rest Subsahara-Afrikas enorm zugenommen. Vielfach investieren südafrikanische Unternehmen auf dem ganzen Kontinent."
Zur Herausbildung der Hub-Funktion Südafrikas trägt auch die geringe Marktgröße der anderen Länder bei. Ganz Subsahara- Afrika hat beispielsweise ein Bruttoinlandsprodukt in der Größenordnung der Summe Bayerns und Hamburgs. Alleine 40 Prozent davon macht die Kap Republik aus.
Welche Wettbewerber warten auf Sie?
Der Wettbewerb auf dem Kontinent wird stärker. Wie ein Blick auf die einschlägigen Statistiken zeigt, wird in Afrika neben China ein weiterer Wirtschaftsriese immer aktiver. Indien hat sich zum viertwichtigsten Handelspartner neben der EU, China und den USA entwickelt.
Indiens Vorteil ist: In vielen Ländern Afrikas, so zum Beispiel in Kenia und Nigeria, gibt es schon eine, dort seit langem beheimatete, indische Bevölkerungsgruppe. Die Inder wissen um die besonderen Anforderungen an afrikataugliche Produkte, da sie ähnliche klimatische Bedingungen sowie Einkommens- und Demografiestrukturen haben. Hinzu kommen weitere Wettbewerber, wie etwa Brasilien, das Partnern in Angola und Mosambik sprachlich und mental wesentlich näher steht als europäische Konkurrenten.
Quelle: Afrika im Aufwind, 29.02.2012 © 2012 Germany Trade & Invest
Einen Eindruck über die Marktlage in Subsahara Afrika können Sie durch die Präsentation "Increasing Income. Improving Food Security" der Deutschen Bank gewinnen!
Die Chancen und Projekte, die in Afrika bestehen, stellt die neueste Ausgabe "Afrika im Fokus" der German Trade& Invest dar. Hier finden Sie für jedes Land ausführliche Informationen und Perspektiven.
Roland Berger Startegy Consultants lässt verlauten, dass Afrika der neue dynamische Zukunftswachstumsmarkt der Welt sein wird! Den gesamten Bericht "Inside Africa" können Sie auf der Seite von Roland Berger Startegy Consultants downloaden!
Der Afrika Verein der deutschen Wirtschaft hat im Bericht "Marktchancen im subsaharischen Afrika" einzelne Ländergruppen im subsaharischen Afrika mit besonderen Potentialen für ein Engagement des deutschen Mittelstandes vorgestellt. Den Bericht können Sie auf der Seite von Der Afrika Verein der deutschen Wirtschaft downloaden.Die IHK Reutlingen hat sich entschlossen dem Kontinent Afrika südlich der Sahara einen verstärkten Fokus zu geben, um Mitgliedsunternehmen zukünftig den Markteintritt zu erleichtern.
Hierzu ist ein vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung integrierter Scout bei der IHK Reutlingen tätig. Nach intensiven Gesprächen mit Wirtschaftsvertretern und Verbänden sieht die IHK Reutlingen in den Ländern Südafrika, Ghana, Nigeria, Angola und Kenia das größte Potential für die Unternehmen in der Region Neckar-Alb.
Ziel des Kompetenzzentrums bei der IHK Reutlingen ist die Schaffung eines Netzwerkes, um das Engagement von regionalen Unternehmen im Afrika südlich der Sahara zu intensivieren. Dabei werden zum einen die Mitgliedsunternehmen der IHKs, die ihre Geschäftsbeziehungen nach Afrika auf- oder ausbauen wollen, beraten und mit Delegationsreisen in den Märkten verankert.
Das Kompetenzzentrum arbeitet eng mit allen Vertretern der deutschen Wirtschaft und den AHK Büros vor Ort zusammen sowie Vertretern der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) oder DEG. Zu seinen Aufgaben gehört unter anderem die Bereitstellung von Informationen für deutsche Unternehmen, die regelmäßige Organisation von Veranstaltungen und Delegationsreisen sowie die persönliche Beratung von Unternehmen.
Beratung & Information
- Wir stehen täglich für telefonische Auskünfte und Kurzberatungen zur Verfügung.
- Wir recherchieren für Sie zu allen Fragen des Afrika-Geschäftes und beraten Sie persönlich.
- Wir unterstützen Ihr Afrika-Engagement mit Branchenberichten, Kontaktadressen und Analysen zu rechtlichen Rahmenbedingungen, Wirtschafts- und Managementfragen.
Veranstaltungen
Bei unseren regelmäßigen Veranstaltungen an den IHKs Reutlingen, Ulm und Bodensee-Oberschwaben können Sie sich mit Fachleuten und Praktikern aus allen Branchen sowie aus der Politik austauschen. Fachseminare zu allen Fragen zum Afrika Geschäft bieten die Möglichkeit zur intensiven Auseinandersetzung mit relevanten Themen.
Delegationsreisen
Wir organisieren Delegationsreisen vorzüglich nach Ghana, Angola, Kenia und Nigeria, nach Wunsch mit Branchenschwerpunkten oder weiteren Anschlussländern.

Deutsche Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika, Southern African-German Chamber of Commerce and Industry, P.O. Box 8 7078, HOUGHTON 2041SOUTH AFRICA, Herr Matthias Boddenberg, T. +27 11 4862775, E-Mail:info@germanchamber.co.za - http://suedafrika.ahk.de


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AnsprechpartnerHerr Till AhnertBerater Entwicklungszuammenarbeit-Wirtschaft (EZ Scout) Bereich: International Telefon: 07121 201 - 189 E-Mail: E-Mail verfassen vCard herunterladen |










