Investitionen in Bildung, Wissen und Verkehr fordert die heimische Wirtschaft von den künftigen Abgeordneten des baden-württembergischen Landtags. „Die Region hat Nachholbedarf“, sagt IHK-Präsident Christian O. Erbe. Zwölf Wahlprüfsteine gibt die IHK Reutlingen den Landtagskandidaten 40 Tage vor dem Urnengang mit in ihren Wahlkampf. Darin hat die IHK-Vollversammlung, das Parlament der heimischen Unternehmerinnen und Unternehmer, zusammengefasst, welche Maßnahmen notwendig sind, um die Standortqualitäten der Region Neckar-Alb zu verbessern. „Wahlen bedeuten immer auch Weichenstellungen und Festlegungen für die kommenden Jahre. Die Wirtschaft macht deutlich, welche Probleme dringend angegangen werden müssen“, so Erbe.
Zwei verpflichtende Kindergartenjahre
Konkret spricht sich die IHK dafür aus, die Angebote für frühkindliche Bildung auszubauen und zwei verpflichtende Kindergartenjahre einzuführen. „Wir glauben, dass es richtig ist, wenn Kinder gemeinsam länger lernen. Aber sie sollten dabei früher anfangen“, erläutert Erbe. Vor allem Kinder mit Migrationshintergrund können durch zwei Jahre Kindergarten Sprachdefizite beseitigen. „Wir müssen Bildungschancen eröffnen und zugleich darauf achten, kein Erwerbspotenzial zu verschenken.“ Die Wirtschaft wendet sich in diesem Zusammenhang gegen einen Sparkurs für die Berufsschulen. „Für die duale Ausbildung sind sie enorm wichtig und dürfen nicht beschnitten werden“, fordert Christian Erbe.
Innovative Gründer fördern
Sorgen bereitet dem IHK-Präsidenten die Innovationskraft der Region. Hier erreicht Neckar-Alb landesweit nur hintere Plätze. Die Wirtschaft sieht sich selbst in der Pflicht und will den Technologietransfer und die Vernetzung der besonders innovativen Branchen forcieren. Mit Blick auf die Förderung von Gründern, vor allem jenen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen, setzt die IHK auf die Unterstützung durch die künftigen Abgeordneten. „Diese Existenzgründer haben heute die Ideen, die morgen erfolgreiche Produkte sind und Arbeitsplätze schaffen. Sie zu fördern, ist Teil unserer regionalen Innovationsstrategie“, sagt Erbe. Mit dazu gehört aus Sicht der Wirtschaft, die regionalen Hochschulen weiter auszubauen. „Wir müssen insgesamt unser Profil als Standort für Bildung und Forschung schärfen.“
Über Jahrzehnte abgehängt
Deutlich mehr Mittel erhofft sich die regionale Wirtschaft künftig für die Verkehrsinfrastruktur in der Region. „Wir wurden über mehrere Jahrzehnte abgehängt“, stellt Erbe fest. Mit den Wahlprüfsteinen werden unter anderem die Forderungen nach dem weiteren Ausbau der B 27 mit zügiger Realisierung des Schindhautunnels, der Ausbau der B 28 zwischen Tübingen und Rottenburg und der Albaufstieg bei Lichtenstein erneuert. Um den beim Thema Breitband zurückliegenden Zollernalbkreis zu fördern, regt die Wirtschaft an, für den Kreis ein Programm „Pilotregion 50 Mbit/s“ aufzulegen.
In Stuttgart und Berlin mit einer Stimme sprechen
Erbe appelliert an die künftigen Abgeordneten, ihre Arbeit im Landtag in den Dienst der Region zu stellen. „Ganz unabhängig von Parteizugehörigkeit und der Frage, wer Regierung oder Opposition ist, können alle helfen, heimische Projekte zu beschleunigen.“ Die Region Neckar-Alb muss stärker als bisher in Stuttgart, aber auch in Berlin mit einer Stimme sprechen. Dazu sollte ein regionaler Maßnahmenkatalog entwickelt und verabschiedet werden, um die Interessen und Anliegen besser einbringen zu können.
Zwei verpflichtende Kindergartenjahre
Konkret spricht sich die IHK dafür aus, die Angebote für frühkindliche Bildung auszubauen und zwei verpflichtende Kindergartenjahre einzuführen. „Wir glauben, dass es richtig ist, wenn Kinder gemeinsam länger lernen. Aber sie sollten dabei früher anfangen“, erläutert Erbe. Vor allem Kinder mit Migrationshintergrund können durch zwei Jahre Kindergarten Sprachdefizite beseitigen. „Wir müssen Bildungschancen eröffnen und zugleich darauf achten, kein Erwerbspotenzial zu verschenken.“ Die Wirtschaft wendet sich in diesem Zusammenhang gegen einen Sparkurs für die Berufsschulen. „Für die duale Ausbildung sind sie enorm wichtig und dürfen nicht beschnitten werden“, fordert Christian Erbe.
Innovative Gründer fördern
Sorgen bereitet dem IHK-Präsidenten die Innovationskraft der Region. Hier erreicht Neckar-Alb landesweit nur hintere Plätze. Die Wirtschaft sieht sich selbst in der Pflicht und will den Technologietransfer und die Vernetzung der besonders innovativen Branchen forcieren. Mit Blick auf die Förderung von Gründern, vor allem jenen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen, setzt die IHK auf die Unterstützung durch die künftigen Abgeordneten. „Diese Existenzgründer haben heute die Ideen, die morgen erfolgreiche Produkte sind und Arbeitsplätze schaffen. Sie zu fördern, ist Teil unserer regionalen Innovationsstrategie“, sagt Erbe. Mit dazu gehört aus Sicht der Wirtschaft, die regionalen Hochschulen weiter auszubauen. „Wir müssen insgesamt unser Profil als Standort für Bildung und Forschung schärfen.“
Über Jahrzehnte abgehängt
Deutlich mehr Mittel erhofft sich die regionale Wirtschaft künftig für die Verkehrsinfrastruktur in der Region. „Wir wurden über mehrere Jahrzehnte abgehängt“, stellt Erbe fest. Mit den Wahlprüfsteinen werden unter anderem die Forderungen nach dem weiteren Ausbau der B 27 mit zügiger Realisierung des Schindhautunnels, der Ausbau der B 28 zwischen Tübingen und Rottenburg und der Albaufstieg bei Lichtenstein erneuert. Um den beim Thema Breitband zurückliegenden Zollernalbkreis zu fördern, regt die Wirtschaft an, für den Kreis ein Programm „Pilotregion 50 Mbit/s“ aufzulegen.
In Stuttgart und Berlin mit einer Stimme sprechen
Erbe appelliert an die künftigen Abgeordneten, ihre Arbeit im Landtag in den Dienst der Region zu stellen. „Ganz unabhängig von Parteizugehörigkeit und der Frage, wer Regierung oder Opposition ist, können alle helfen, heimische Projekte zu beschleunigen.“ Die Region Neckar-Alb muss stärker als bisher in Stuttgart, aber auch in Berlin mit einer Stimme sprechen. Dazu sollte ein regionaler Maßnahmenkatalog entwickelt und verabschiedet werden, um die Interessen und Anliegen besser einbringen zu können.
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AnsprechpartnerHerr Dr. Wolfgang EppHauptgeschäftsführer, Bereichsleiter Bereich: Standortpolitik Telefon: 07121 / 201-260 E-Mail: E-Mail verfassen vCard herunterladen |
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