Gutachten von Regionalverband Neckar-Alb und IHK

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Gutachten von Regionalverband Neckar-Alb und IHK

Aus einem Euro werden 3,40 Euro

(Reutlingen, 17.07.2012) Jeder Euro, der in den regionalen Ausbau der Bundesfernstraßen investiert wird, bringt einen volkswirtschaftlichen Nutzen von 3,40 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten des Instituts für Verkehrswissenschaft der Universität Köln.

Die von Regionalverband Neckar-Alb und IHK Reutlingen beauftragte Studie untersucht in der Region Neckar-Alb zehn Straßenbaumaßnahmen höchster Bedeutung. Im Fokus standen die B 27 mit Schindhautunnel und der Strecke Nehren-Bodelshausen, die B 312/313 mit dem Albaufstieg bei Lichtenstein sowie der Ortsumfahrung Grafenberg sowie die Ortsumfahrungen Lautlingen (B 463), Reutlingen (B 464, Dietwegtrasse) und Münsingen (B 465). Das Gutachten stellt dabei den Nutzen der jeweiligen Strecken – angefangen von den Einsparungen bei Schadstoffen und CO2-Emissionen bis hin zur Unfallvermeidung und Zeitersparnis – den Investitions- und Betriebskosten gegenüber. Das Ergebnis ist für alle zehn Maßnahmen positiv. „Die Analyse zeigt, dass sich die Investitionen in den Straßenausbau lohnen“, sagt IHK-Präsident Christian O. Erbe.

40.000 Fahrzeuge auf den Spitzenstrecken
Laut Gutachten macht die verkehrliche Belastung der Bundesstraßen in der Region rund 15.000 Fahrzeuge pro Tag aus. Sie liegt damit über dem Bundesschnitt von 9.200 Fahrzeugen. Auf den Spitzenstrecken wie der B 27 und B 28 fahren sogar täglich rund 40.000 Fahrzeuge. Der Güterverkehr hat insgesamt einen Anteil von neun Prozent am Verkehrsaufkommen. „Wir belegen erneut, dass es bei uns einen enormen Handlungsbedarf gibt, der dringend in Angriff genommen werden muss“, kommentiert
Regionalverbandsdirektorin Angela Bernhardt. Das größte Nadelöhr ist die B 27, sagt das Gutachten. Der Nutzen der bisherigen Ausbaustrecken von Balingen bis Bodelshausen und Dußlingen bis Bläsibad werde nur entfaltet, wenn insgesamt ein durchgängig vierstreifiger Ausbau realisiert wird. Damit zeigt sich auch, dass die Netzwirkung bei der Realisierung aller Teilprojekte nochmals höher liegt, als bei der Verwirklichung einzelner Maßnahmen.

Zwei Schlüsselprojekte
Bei der Analyse der zehn Einzelmaßnahmen errechnen die Gutachter vom Institut für Verkehrswissenschaft aus Köln besonders gute Werte für die
Ortsumgehung Lautlingen (8,2 im Kosten-Nutzen-Verhältnis), den Ausbau der B 27 zwischen Nehren und Bodelshausen (4,7), den Albaufstieg bei Lichtenstein (4,2). In der Gesamtschau werden der Schindhaubasistunnel und der Albaufstieg als die zwei Schlüsselprojekte benannt, da über sie rund 50 Prozent des erzielbaren Nutzens für die gesamte Region erbringen. „Es müssen die Planungsprozesse für den Schindhautunnel weiter beschleunigt werden“, fordert Bernhardt. Erbe ergänzt: „Das Gutachten hilft uns, weiter für den Straßenausbau zu kämpfen. Wir müssen der Landes- und Bundespolitik klar machen, wie wichtig die Verkehrsinfrastruktur für Wirtschaft und Bevölkerung in unserer Region ist.“

Hier gibt es die Studie als kostenlosen Download:



Thorsten Schwäger
Ansprechpartner
Herr Thorsten Schwäger
Leiter Medien und Verkehr
Bereich: Standortpolitik
Telefon: 07121 / 201-117
E-Mail: E-Mail verfassen
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