Mit dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) vom 7. Juli 2005 wurde neben dem Strommarkt auch der Gasmarkt liberalisiert. Der freie Gashandel findet bisher nahezu nicht statt. Schwierigkeiten technischer und finanztechnischer Art, insbesondere bei der Durchleitung, werden als Grund angegeben. Die Bundesrepublik wird überwiegend von drei großen Gaserzeugern versorgt: Russland, die Niederlande und Norwegen. Diese Länder haben langfristige Lieferverträge mit Großabnehmern und wenig Interesse, viele kleine Kunden zu beliefern. Der Gaspreis ist bis auf weiteres an den Ölpreis gebunden und steigt mit halbjähriger Verzögerung entsprechend dem Ölpreis. Preissenkungen folgt der Gaspreis natürlich auch, aber diese sind derzeit selten.
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